Vertrag über die Zusammenarbeit zwischen dem Museum Sønderjylland

und dem Trägerverein Deutsche Museen Nordschleswig


Der deutsch-dänische Blickwinkel auf Geschichte und Kulturgeschichte – hierunter auch das Verhältnis zwischen Mehrheit und Minderheit – bildet einen zentralen Arbeitsbereich für das Museum Sønderjylland. Deshalb ist es für das Museum Sønderjylland wesentlich, dass Forschung, Einsammlung, Registrierung, Aufbewahrung und Vermittlung zwischen dem Museum Sønderjylland und den Museen, Archiven und den im historischen Bereich arbeitenden Organisationen der nationalen Minderheiten gemeinsam koordiniert werden.

Der Trägerverein Deutsche Museen Nordschleswig betreibt die Museen der deutschen Volksgruppe, das Deutsche Museum Nordschleswig und das Deutsche Schulmuseum Nordschleswig. In den Museen sind fachkundige Mitarbeiter tätig; sie erreichen – sofern später auch die Historische Forschungsstelle in Apenrade / Aabenraa sich diesem Vertrag anschließt – ein fachliches Niveau, das den Anforderungen entspricht, die bis jetzt in Verbindung mit einer staatlichen Anerkennung nach § 15 des Museumsgesetzes (museumsloven) gestellt worden sind.

Deshalb hat das Museum Sønderjylland durch diesen Vertrag beschlossen, dass der Trägerverein Deutsche Museen Nordschleswig – unter Anerkennung der Tatsache, dass die zwei Museen dem Museum Sønderjylland assoziiert sind – mit Wirkung vom 1.1.2009 den Status eines besonderen Zusammenarbeitspartners für das Museum Sønderjylland bekommt.

Konkrete Punkte der Zusammenarbeit

Das Museum Sønderjylland und der Trägerverein Deutsche Museen Nordschleswig haben deshalb beschlossen, die Zusammenarbeit in folgenden Arbeitsbereichen auszubauen:

1. Gegenseitige Zusammenarbeit in der Forschung – besonders mit dem Museum Sønderjylland – Sønderborg Slot, u.a. Zusammenarbeit bei der Ausarbeitung von Arbeitsplänen und konkreten Forschungsprojekten. Als konkrete Vorhaben einer Zusammenarbeit können genannt werden: Das Projekt „Minderheitenleben/Mindretalsliv“, die kommende Arbeitsplanung für die Jahre 2009 – 2013, Schulgeschichte und Schulbauten, das deutsche Kulturerbe in Nordschleswig, Gedenkstätten usw.

Gegenseitige Zusammenarbeit bei der Einsammlung, koordiniert aus dem gemeinsamen Interesse heraus, dass Geschichte und Kultur der deutschen Volksgruppe in den deutschen Museen gesammelt und vermittelt werden; gleichzeitig aber umfassend im Verhältnis zur übrigen Geschichte des Grenzlands im Museum Sønderjylland – besonders in den Dauerausstellungen im Schloss Sonderburg -vermittelt wird.

3. Gegenseitige Zusammenarbeit bei der Registrierung, wobei das Museum Sønderjylland die deutschen Museen berät und anleitet, damit diejenigen Teile der Sammlungen der [deutschen] Museen, von denen das Museum Sønderjylland annimmt, dass sie den Forderungen und Sammlungskriterien staatlich anerkannter Museen entsprechen, veröffentlicht werden können.

4. Gegenseitige Zusammenarbeit bei Ausstellungen und Publikationen u.a. in Verbindung mit den 90. Jahrestagen der Volksabstimmungen von 1920, zu denen das Museum eine Neuauflage des Buchs von Inge Adriansen & Immo Doege: „Dansk eller tysk? Billeder af national selvforståelse i 1920“. / „Deutsch oder Dänisch? Bilder zum nationalen Selbstverständnis aus dem Jahre 1920“. anstrebt.

5. Gegenseitige Information und Hilfe bei der Vermarktung u.a. in Form der Zusicherung wechselseitiger Links in den Homepages, Austausch von Plakaten und Drucksachen sowie gegenseitige Erwähnung im Informationsmaterial der Museen, sofern dies relevant ist.

6. Gegenseitige Zusammenarbeit bei der Konservierung, bei der die Konservierungswerkstatt des Museums Sønderjylland mit Rat und Hilfe Beistand leisten kann – abhängig von Umfang und Wichtigkeit der (Arbeits-) Aufgaben. Umfangreichere Konservierungsaufgaben können von der Konservierungsabteilung zu abgesprochenen Preisen ausgeführt werden.

7. Weiterhin hat das Schulmuseum einen „Beobachter-Sitz“ (observatørpost) im Vorstand des Sønderjysk Skolemuseum (dort besteht eine Betriebsvereinbarung mit dem Museum Sønderjylland) und ist an der Koordinierung der schulgeschichtlichen Arbeit zwischen beiden Museen und dem Museum Sønderjylland – Sønderborg Slot beteiligt.

8. Schließlich etabliert der Trägerverein Deutsche Museen Nordschleswig ab 1.1.2009 einen Wissenschaftlichen Beirat (videnskabeligt repræsentantskab). Das Museum Sønderjylland hat einen Vertreter für das Gremium benannt. Zusammenarbeit auf längere Sicht

Da es nicht anzunehmen ist, dass das Kulturministerium zum jetzigen Zeitpunkt eine eigenständige Anerkennung im Wirkungsbereich des Museums Sønderjylland befürworten wird, sind die Parteien der Auffassung, dass eine besondere Kulturvereinbarung (kulturaftale) über die Zusammenarbeit zwischen dem Museum Sønderjylland, dem Trägerverein Deutsche Museen Nordschleswig und dem Südschleswigschen Verein – Danevirke Museum angestrebt werden sollte.

Diese Vereinbarung könnte entweder als Teil einer deutsch-dänischen Kulturvereinbarung auf nationaler Ebene eingegangen werden oder als eine besondere Verpflichtung für das Museum Sønderjylland, die Verantwortung für die Geschichte und Kulturgeschichte der Minderheiten im Grenzland zu tragen, gestützt durch eine Vereinbarung (aftale) mit dem dänischen Kulturministerium.

Für das Museum Sønderjylland Für den Trägerverein Deutsche Museen Nordschleswig

Jens Møller, Vorsitzender Barbara Meyer, Vorsitzende

Sønderborg / Sonderburg, den 28.1.2009












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